• cm3767

All Inn - geh' auf die großen Fische!

Aktualisiert: 16. Apr.

"Drei Engel für Peter" auf Mission am glitzernden, grünen Wahrzeichen Tirols

Während in Restösterreich noch großteils Öde herrscht, was die Fliegenfischerei betrifft, sind ab dem 1. März in Vorarlberg, Tirol und Salzburg die Flüsse wieder frei. Grund genug für die FLIEGENDREIERBANDE, den ersten Ausflug des Jahres zu planen. Aber nicht in unserer Heimat, sondern an die Gacka nach Kroatien, wie immer um diese Zeit.

Da rief der Prophet vom Berg! Peter Schröcksnadel fuhr Ski:

Das tut er um diese Jahreszeit immer, aber als mehrfacher Seniorenweltmeister im Alpinskilauf braucht es ja auch Training. Zu unserer Freude lud uns Peter ein, an der Kössener Ache und am Inn bei Stams nach den Fischen und der Natur zu sehen und ihm Bericht zu geben:


An der Kössener Ache, eine Stippvisite, der Fluss perlt und ist klar, keine Spur von Schmelzwasser, der Schnee liegt noch am Kössener Berg als g`führige Unterlage für die Skifreunde. Wir (Moritz Sohn, Vater Christoph, Bruder Max schon Richtung Stams) ziehen jeder eine 40er Bachforelle an`s Land, bzw in den Kescher. Die Sonne macht es uns nicht leicht, wir wissen kaum, wo wir uns vor dem Sichtfeld der Fische verstecken sollen.

Nach drei, vier Stellen machen wir uns auf den Weg, lassen den Kaiserwinkel hinter uns und fahren Richtung Stams.

Dort wartet bereits Bruder Max am Inn, wenig später ist Peter Schröcksnadel bei uns, um uns in die Geheimnisse des großen Flusses einzuweisen.

Zwischenstand am Tag 1:

1 Catch Moritz, 1 Catch Christoph, Max 0, wir gehen in die Unterkunft und trinken ein Glas mit dem Wissen nach Peter´s Einführung, dass all unsere Köder nutzlos sind. Max übernimmt am nächsten Tag die Fahrt nach Hall und kauft Jigs mit Rehhaar in drei Größen. Das ist notwendig, in den Brückenregionen ist das Wasser tief, reissende Strudel bilden sich und man steht vorsichtig auf den Felsen, ein Absturz ins eisige Wasser wäre wohl lebensgefährlich.

Der erste Catch am Inn nimmt uns die Spucke weg, Max fängt ein Regenbogenkaliber von über 60cm, Gewicht sicher 1,5 oder höher. - Ein Traum von einem Fisch, ein seltenes Erlebnis.

Mit diesem Auftritt verabschiedet sich Max an die Ache nach Kössen, Papa Christoph und Sohn Max bleiben am Inn.

Oh Gott, ist dieses Wasser schön, man versteht den Tiroler Stolz!

Weiter in der Geschichte, Moritz und ich wechseln in Richtung der Hängebrücke Stams und werfen aus dem Schatten um die Wette.

Moritz ist entnervt, weil die Jigs es so

an sich haben, dass sie vielmehr "Wickelfähigkeit" um die Rute entfalten, wenn man sich verwirft - und versucht zu korrigieren.

Er schnappt sich meine 9er-Sage - und fängt mit meinem Köder und meiner Angel sofort eine dicke Regenbogenforelle! In solchen Augenblicken lässt die Vaterliebe stark nach - er bekommt seine 8er-Sage retour und ich fische wieder mit meiner.


Caaaaaaatch!!! - Ein Wal oder ein LKW hängt an meiner Rute. (Von denen gibts im Inntal genug, ich meine die LKW`s) . Es ist ein Regenbogenforelle , großmächtig und schön, jenseits der zwei Kilo, mein bisher größter Forellenfang ! Kein Wunder, dass Peter meint, der Inn wäre einer den besten Flüsse mit den kapitalsten Regenbogenforellen Europas!

Die Fotos unserer "Inn Regenbogen" seht ihr am Anfang des Artikels, ganz bescheiden mit meiner auf dem ersten Platz :-) Alles gut, auch ich habe meinen Erfolg

an der Perle Tirols zu verzeichnen. Da ich sicherlich der untalentierteste Fischer der Fliegendreierbande bin, zählt der Fang bei mir emotional doppelt.

Max schickt ein Foto von der Kössener Ache - ein Bachforellencatch rundet seinen Aufenthalt ab. Endstand an Catches zu Saisonbeginn: Max 2 , Moritz 2 , Christoph 2

Unser Fazit als Naturbeobachter im Auftrag Peters: beide Flüsse sind klar, das Schmelzwasser spielt noch keine Rolle. Die Fische sind noch zögerlich, die guten Fangzeiten kommen erst. Tief runter mit dem Köder, so lautet die Devise.

Wirkliche Schwierigkeiten mit der Kälte gab es nicht, der Fön heizte untertags bis 14 Grad Celsius auf, Fischräuber bekamen wir nicht zu Gesicht, Was die Pflanzen und die Natur am Fluss betrifft, war es zu früh im Jahr, am Inn spielt der Uferbewuchs wahrscheinlich keine große Rolle, da er in einem breiten Bett fließt.

Das Insektenaufkommen war gleich Null.


Fazit:

  1. Es ist sehr früh, um zu fischen, aber man kann nicht früh genug im Jahr damit anfangen.

  2. Hör auf den Experten, was Köder, Licht / Schattenwechsel und den Nicht - Einsatz von Keschern betrifft, auch wenn du es anders spürst.

  3. Großer Fluss - große Fische

  4. Wenn der Prophet ruft, komm zum Berg und bleib am Fluss















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