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Fischen wie "früher"! Die heile Welt im Gebirgsbach

Einfach traumhaft! Kennen Sie als Fischer auch diese Geschichten über "früher"? Wie alles noch heil gewesen ist in unseren Flüssen und Bächen? Wie die Prädatoren, Kraftwerke und Kläranlagen noch nicht die Spielverderber in der Fisch-Balance gewesen sind? Wir durften einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit machen, an einen Kärntner Gebirgsbach.


Ein ikonisches Foto von einer Bachforelle in besagtem Gebirgsbach


Die Bachforelle, der wunderschöne Leitfisch in Österreich, ist höchst gefährdet. Keine Sorge, wir werden Ihnen hier jetzt nicht von Klimawandel oder Weltuntergang vor schwafeln, wir bleiben bei unseren Feel-Good-Fischerstorys.

Aber um dieses Flyfishing-Erlebnis verstehen zu können, muss man wissen, dass es in Österreich in den wenigsten Gewässern noch autochthone Bachforellen gibt, weil zusätzlich zu den Kraftwerken, Kläranlagen etc. in den letzten zehn, zwanzig Jahren der Prädatoren-Druck, besonders durch Otter, Kormoran und Graureiher abartig zugenommen hat.


Wer mehr zu diesem Thema erfahren will - Peter Schröcksnadel hat mit mehreren Mitstreitern den River and Nature-Trust gegründet.


Zurück zum Fisch-Erlebnis: Von einem Freund aus Kärnten haben wir erfahren, dass er eine Almhütte besitzt und das Fischrecht für den dortigen Bach. Dieses Nass ist in absoluter Höhenlage, sodass die Prädatoren hier nicht einfallen.


Ein Selfie am Bach musste sein - das Erlebnis war einzigartig!


Als die Einladung folgte, war die Fliegendreierbande - ausnahmsweise nur in Zweierbesetzung in Form meines Bruders Christoph und mir - schon auf dem Weg. Und wir sollten es nicht bereuen!


Wunderschöne Pools in einem kleinen Bach Mit dem Auto auf die Alm zu gelangen war alles andere als ein sanfter Ritt, aber auf dem Plateau erwartete uns ein Bach wie aus einem Traum. Eingebettet in schroffe Felsformationen plätscherte neben kargen Bäumen dahin und hatte teilweise sogar wunderschöne Pools.


Noch viel wunderschöner waren aber die Bewohner, die wir überlisten konnten. Mit dem feinen Trockenfischzeug pirschten wir uns extrem vorsichtig - beim geringsten Schattenwurf aufs Wasser, waren die Forellen dahin - an.


Impressionen, bevor wir den wunderschönen Bachforellen nachstellten


Man kann sich die Vielzahl an autochthonen Bachforellen in diesem Gewässer kaum ausmalen. Hier wurde niemals ein Fisch besetzt, das ergaben auch limnologische Untersuchungen. Dieser Bachforellenstamm ist hunderte Jahre alt, wunderschön und - ausnahmsweise - noch ungefährdet. Entnommen haben wir natürlich keinen der Fische, die größten Exemplare werden hier aufgrund des Nahrungsangebotes auch nicht länger als 25 cm. Aber es sind atemberaubende Lebewesen. Pfeilschnell kennen sie jeden Kiesel, unter dem sie sich verstecken, wenn ein verdächtiger Schatten fällt und mit einer Gier stürzten sie sich auf klug präsentierte Trockenfliegen, die ihresgleichen

sucht.




Wie "früher" war es also für uns an diesem Gebirgsbach, wunderschön und beeindruckend. Ein Erlebnis, dass die Fliegendreierbande sicher niemals vergessen wird.


Eine letzte Impression vom glasklaren Bach aus einer vergangenen Zeit

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