• christophmahdalik

Hall of Fame: Willi Haunold

Aktualisiert: 26. Okt. 2021

Der schon früh verstorbene Krone Chefredakteur & Autor

lebte für den Job, die Flüsse & die Fliegen. Er war Teil einer "Partie", die seit den späten 70 er Jahren die jugoslawischen Flüsse erkundete und schrieb ein lehrreiches Buch über das Fliegenfischen (die folgenden Fotos sind aus diesem Buch, copyright Peter Lehner).

Wir von der Fliegendreierbande haben nie den Herrn Gebetsroither (Gmundner Traun) kennen gelernt und auch nie mit Herrn Brunner (er fertigte die besten gesplissten Bambusruten) gefischt. Unsere Hall of Fame ist subjektiv und errechnet sich aus den Quellen der wiederholten Erzählungen des Fischervaters Prof. Anton Mahdalik.

Über den "Willi", den "Schwoarzen", den "Tomitschek" werden wir wohl noch schreiben und über alle, die wir für uns als legendär erachten.


Dames, Tarock, die Unsinkbaren

Gefischt habe ich nie mit dem Willi, aber tarockiert: In Bräuhof am Grundlsee hatten wir zu Ostern und manches mal im Sommer ein Häuschen gemietet. Papa Toni war mit und verband den Besuch bei allen besseren Fleischhauern der Umgebung auch gerne mit dem Fischen. Willi und der Tomitschek quartierten sich im Haus Backenstein und unserer Veranda ein, wo wir ob des schlechten Wetters öfters tarockierten. Willi rauchte "Dames" , mein Vater postulierte, dass die Tabakregie diese Marke nur mehr für ihn führte. Heue würde ich gerne mal eine davon kosten.


Fischen taten die Herren in der Ausseer Traun, Willi immer mit den selbstgebundenen Ködern. Er hatte mehrere tausend immer dabei: Trockene, Nasse, Streamer, Nymphen für alle Flüsse - akribisch geordnet und beschriftet. Heute befinden sich diese Werkstücke in unserem Erbe und wo immer wir in Europa hinkommen und hinkämen: Wir haben für alle Jahres & Tageszeiten, für jede Witterung einen Köder, den Herr Haunold dafür gefertigt hatte. Wir lieben seine "Unsinkables", Max hat zuletzt an der großen Krems, 40 Jahre nach seiner Fertigung, mit dem Köder gefangen.

Schau mal auf willhaben, vielleicht verkauft mal wieder einer ein Buch:

Willi Haunold beschreibt alles, was man wissen muss. Vom Knotenbinden über Wurftechniken und Anpassung der Schnur an die Strömungen. Nach der Lektüre kannst Du eigentlich mit dem Fliegenfischen beginnen, ohne komplett blank zu sein.

Zum Schluss ein Kuriosum: Auch Flüsse aus der Schweiz befinden sich in diesem Kompendium über die Voralpen, einige der Namen klingen exotisch, deswegen eine kurze Anführung: Tamina, Seez, Rümling & Tümling, Sense & Gürbe. Fahren Sie doch mal hin, der Willi Haunold war schon dort und hatte die richtigen Köder. Willi, Du bist nicht mehr da, aber Deine Köder

schwimmen immer noch. Hoffentlich spürst Du da, wo Du bist, ab und an einen leichten Zupfer! Petri heil.




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